Deine, ich nenn´s ruhig mal Angst vor einem "Klimagau", ist sicher nicht unbegründet und ganz so einfach oder harmlos wird die Umstellung in Zukunft wohl nicht werden.

Zwei Dinge möchte ich dazu noch anmerken:
Zitat:
Zitat von lycidas
Denn du hast durchaus Recht, Klimawandel ist normal, und wir hatten auch schon deutlich höhere Temperaturen auf Erden. Aber eben vollzog sich diese Veränderung stets über den Zeitraum von mehreren Millionen Jahren hinweg und nicht in Zeitraffer wie jetzt.
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Es gibt unzählige Belege für wahrlich rasante Veränderungen in der Vergangenheit!

Wir haben nur Glück, dass die letzten 8000 Jahre halbwegs stabil waren und selbst da gab es schon recht dramatische Umschwünge.
Schau dir doch einfach den Temperaturverlauf der letzten vierhunderttausend Jahre an - von Stabilität kaum eine Spur. [Am Ende der "jüngeren Dryaszeit" (vor ~ 12.500 Jahren) stieg die Temp. besonders in Zentralgrönland innerhalb von 80-150 Jahren um ~ 14°C an.] Die zahlreichen, gewaltigen Veränderungen vor Mio. von Jahren noch nicht mal mit einbezogen.
Gut erhaltene Reste von Baumstämmen treten z.B. aus den Endmoränen der Schweizer und Östereichischen Gletscher zu tage. Teils so gut erhalten, das ein Durchtrennen mit der Motorsäge kein Problem darstellt - und die Späne nur so fliegen.

Nur, wenn sie nicht verrottet und so gut erhalten sind, heißt das doch, dass sich das Klima sehr schnell verändert haben muss und nicht, wie du sagst, innerhalb von tausenden oder gar Mio. Jahren.

Wie auch immer, die Vergangenheit ist ja hier eher weniger das Thema.
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Zitat:
Zitat von HMP
Was tust Du ganz persönlich um dem Klimawandel entgegenzuwirken?
Zitat:
Zitat von lycidas
Fakt ist, auch ich nehme mich nicht sonderlich zurück. Es bringt meiner Meinung nach auch nichts, jetzt die Haushalte zur Sparsamkeit aufzufordern, das wird nicht funktionieren. Sparen kann man dagegen bei der Produktion, dafür wäre ich auch gerne bereit, höhere Preise in Kauf zu nehmen. Das Problem ist eben nur, dass die Klimafrage nur global gelöst werden kann, denn wir mögen hier noch so viel einsparen, solange die USA und China fröhlich weiterpusten wird das nichts ausrichten.
Großes Einsparpotential sehe ich übrigens auch auf einem Gebiet, das gleich doppelt bedeutsam ist, nämlich der Niederbrennung der Regewälder. So werden jährlich nämlich gut 25% des weltweiten CO2 produziert, und noch dazu fehlen im Nachhinein die Bäume, dieses wieder zu binden.
Dumm nur, dass die Regenwälder alle in mehr oder weniger insatbilen Ländern liegen, die ihre Wälder nicht effektiv schützen können...
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Einerseits: Du fürchtest dich, wie du mehrfach geschrieben hast, vor den (katastrophalen) Veränderungen eines weltweiten Klimawandels und den Mio. von (möglichen) Opfern in der dritten Welt... Und du sagst, dass die Klimafrage nur global gelöst werden kann. Wie gesagt, für (die anderen und) mich alles noch durchaus nachvollziehbar - gar keine Frage.
Andereseits: Du sparst also
selber so gut wie nichts ein!?
Und es bringt d.M.n. kaum etwas, wenn andere Haushalte jetzt ebenfalls mit Sparen anfangen!?

Die "anderen" (die Industrie(?) oder wer immer die anderen sein mögen) sollen sich zuerst einschränken...?
Lassen wir doch mal kurz den Klimawandel als "Lückenfüller" weg.
Das ist in etwa so als wenn ich immer wieder(!) sage:
"Mio. werden in Zukunft an Aids sterben." Das ist schlimm, überhaupt keine Frage. Aber wenn ich gefragt werde, was
ich konkret dagegen tue und dann sage, ich setze mich weder für das rote Kreuz ein, noch für die Aidsstiftung und Kondome benutze ich auch nicht. Nur "die anderen/die Politiker/die Pharmaindustrie" soll endlich handeln, bevor es zu spät ist... Mh, ich denke/hoffe, du weist was ich damit sagen möchte.
Zum Klima - Die Politik hat sich tollkühn das "2°C-Ziel gesetzt", bekommt aber nicht mal gebacken, dass die Renten- & Krankenkassenbeiträge stabilisiert werden und die Haushaltskasse in die schwarzen Zahlen kommt. Allein auf sie zu hoffen ist m.M.n. verlorene Zeit... Heißt natürlich nicht, dass man sich in der Richtung nicht auch (ehrenamtlich) angagieren sollte, wenn einem ein Thema wirklich am Herzen liegt.
Warum wohl werden u.a. die Regenwälder gerodet? Eben weil die Haushalte in Europa & Nordamerika sich nicht einschränken.

Die (böse) Industrie bedient m.E. nur den Markt für eben diese Konsumenten... sonst nichts.
Und es sind, wie HMP (leider iwie erfolglos) u.a. versucht zu erklären, eben nicht "
die anderen" - es sind wir, du, ich... alle! Wie gesagt, dieses Einschränken fällt mir selber schwer, da mache ich keinen Hehl draus´. Und ja, ich könnte/müsste eigl. noch weitaus mehr tun. Du fragst dich, warum der Klimagipfel (in Kopenhagen) gescheitert ist? Hast du den Kongress in den Medien mitverfolgt? Nun, es waren genau solche 08/15 Argmente wie u.a.:
- die "anderen Menschen" sollen gefälligst (zuerst) handeln...
- nur global ist es zu lösen...
- wenn die USA & China nicht mitziehen, dann...
- ein einzelnes Land kann eh nichts erreichen
- die Industrie ist der Hauptschuldige
Aber keiner der Beteidigten wollte sich allen Anschein nach wirklich persönlich(!) einschränken. Nur, den "andern" wurde dort immer Schuld gegeben.

Das Klima- bzw. die Umwelt sollte man m.M.n. in erste Linie nicht schützen...
...weil Mio. von Menschen iwo auf der Erde sterben könn(t)en, weil ganze Inseln oder Landstriche veröden, weil das Trinkwasser knapp wird und die Wüsten sich ausbreiten und ein Massensterben droht und...
*die-Zeitung-mit den-großen-Bildern-wieder-in-Ruhe-zusammenfalt-und-wegleg*
All diese Dinge geschehen leider heute schon und sind schrecklich - ganz ohne Klimawandel - der die Sache in Zukunft aber sicher nicht besser machen wird...
Versuch doch lieber in erster Linie das Klima für dich selbst zu schützen, unabhängig von dem weltweiten Erfolg. Meine Frage lautet:
"Was kannst du tun, was ich nicht tun kann?"
Zugegeben, meine Ideen dazu sind nicht gerade populär, aber was wären denn deine konkreten Punkte? Das iwann Mio. sterben werden, denke ich, weiß mittlerweile jeder...
Abschließend gesagt, finde ich nicht, das unsere Meinungen über dieses Thema so grundverschieden sind.