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Fantasy Literatur Die Welt der Phantasie umfasst weit mehr als Eragon und Harry Potter. Lass dich von uns entführen.

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Alt 07.01.2010, 08:23   #31
Bajarin
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

@ Lars

Danke schön für Deinen Hinweis. Oft verwendet man im Leben einen Terminus immer wieder falsch, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Deiner Meinung schließe ich mich an. Auch ein Zyklus im RICHTIGEN Sinne ist etwas Schönes. Aber auch zwischen Einzelbänden muss der Abstand nicht Jahre betragen. Vielschreiber Pratchett hat in seiner besten Zeit pro Jahr zwei Bücher herausgebracht.
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Alt 08.01.2010, 21:12   #32
Vaèlyna
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Zitat:
Zitat von Lars Beitrag anzeigen
Krimizyklen gibt es im Grunde ja auch, klar jeder Fall für sich ist ein abgeschlossener Einzelband, aber die handelnden Personen tauchen doch oft in verschiedenen Büchern auf.. quasi auch eine Reihe. Bsp: Annika Bengtzons Krimis von Liza Marklund, Kommissar van Veeteren (Hakan Nesser)..

Ja gibts auch, nur das meinte ich nicht. Ich meinte die Fantasybücher, wo teilweise in mindestens 3-5 Bänden erst EINE Geschichte erzählt wird.

Wobei es ja oft, auch wenn die Einzelbände in sich abgeschlossen sind, auch noch einen gewissen Endbösewicht zu besiegen gibt, der dann erst im letzten Teil besiegt wird - was ja irgendwie auch schon oft nach "Schema F" verläuft, aber das wäre wieder ein anderes Thema ("XXX und XXX machen sich auf die Reise um den Frieden wiederherzustellen .... wie oft gibt es denn das jetzt schon?!)

LG
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Alt 08.01.2010, 21:50   #33
midnighter
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Also ich finde Buchreihen generell eigentlich besser. Natürlich nur, wenn einem die Bücher auch gefallen. So hat man einfach länger etwas von der Welt und den Charakteren.

Ich denke Autoren schreiben Zyklen, weil ihre Ideen in einem Buch einfach nicht genung Platz gefunden hätten.
Oder sie arbeiten auf einen großen Countown im Finalband hin und wollen in den ersten Bänden Spannung aufbauen.
Es kann natürlich auch sein, dass sie es einfach nur wegen des Geldes machen. Gerade bei Zyklen, die abgeschlossene Bände haben, kann man das ja gut verkaufen. Nur oftmals leidet darunter auch die Qualität der Bücher.
Meistens werde sie dann dünner, aber dafür teurer. Das ist fast schon wie mit Markenartikel. Nur der Name zählt.
Was ich immer interessant finde ist, wenn die ganzen Bücher in einer Reihe auch noch genau die gleiche Seitenanzal haben. Was ein Zufall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas ungewollt passiert. Das wird bestimmt vom Verlag passend gemacht.
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Alt 31.07.2010, 18:53   #34
Vaèlyna
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Zitat:
Zitat von midnighter Beitrag anzeigen
Was ich immer interessant finde ist, wenn die ganzen Bücher in einer Reihe auch noch genau die gleiche Seitenanzal haben. Was ein Zufall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas ungewollt passiert. Das wird bestimmt vom Verlag passend gemacht.
Echt, haben in mehreren Reihen alle Bücher die gleiche Seitenanzahl? Also, irgendwie habe ich mich ja schon gewundert, dass es oftmals bei Reihen alle Bücher auf gute 1000 Seiten bringen... aber auf die genau gleiche Seitenanzahl hab ich noch nicht geachtet. Es schaut aber auch besser aus im Regal, wenn alle Bücher gleich dick sind... Allerdings sind da Längen vorprogrammiert. Und das Spiel mit der "Marke" findet sich auch hier.

Also ich habe mich nun doch eher den größeren Reihen zugewandt und muss sagen, dass mir die immer besser gefallen. Es ist schon toll, wenn man weiß, dass es mit der Zeit erst richtig los geht und man noch einiges vor sich hat, bzw. durch die Reifung der Charaktere in mehreren Büchern doch eine größere Tiefe und mehr Einblick entsteht.
Vor ein paar Wochen habe ich das 1. Buch von "Schwert der Wahrheit" beendet und lese gerade den 1. Teil von "Die Herren von Winterfell".

Und irgendwie muss ich sagen, dass ich bei dickeren Büchern da oft 100 Seiten wie nix weglese, wo ich bei anderen Büchern doch irgendwie länger brauche für die gleiche Seitenanzahl, weil es oftmals ziemlich "flach" bleibt.

*Thema nach oben zieh*
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Alt 31.07.2010, 21:09   #35
Efelion
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Zitat:
Was ich immer interessant finde ist, wenn die ganzen Bücher in einer Reihe auch noch genau die gleiche Seitenanzal haben. Was ein Zufall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas ungewollt passiert. Das wird bestimmt vom Verlag passend gemacht.
Also von der gleichen Seitenanzahl kann ja nicht die Rede sein.. Bei Terrygoodkinds Schwert der Wahrheit ist es zum Beispiel ganz krass. Teil zwei (wars glaub ich) hat stolze 1300 Seiten während Teil 5 oder 6 nur 600 hat. Gleichheit? naja^^

Aber merkwürdig, jetzt wo du es erwähnts fällt mir ein, dass wirklich fast alle Bücher aus mehreren Teilen bestehen..komisch -.-

Ich denke ein Fantasy-Roman bestaht darum so oft aus mehreren Büchern weil die Autoren so viele Ideen haben, die sie nicht alle in ein Buch unterbringen können. Und vor allem weil im ersten Band ja meist erst ein vorsichtiges Abtasten der Charaktäre geschieht. Die Protagonisten sind meistens ja am Anfang keine fertigen Helden und so muss man eben erst einmal den Bauernjungen (oder was auch immer) in einen Helden verwandeln.
Des weiteren werden auch noch die Nebenrollen vorgestellt und es müssen erst einmal alle Vorbereitungen für das Retten der Nation getroffen werden.
Glaub ich..

mfg
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Alt 01.08.2010, 18:42   #36
lycidas
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Natürlich muss man als Fantasy-Autor eine große Welt beschreiben, viele Charaktere einführen etc.

Aber der Hauptgrund für die "Reihen-Inflation" ist glaube ich, dass das eben einfach ein Trend ist: Viele Leser erwarten von Fantasy, dass sie lang ist, am besten in Trilogie-Form, und dann ziehen die Autoren eben mit. Selbst in sich eigentlich abgeschlossene Romane werden ja teilweise (ohne ersichtlichen Grund) zu Reihen umfunktioniert und kriegen eine Fortsetzung nach der nächsten hinterhergeschoben.

Aber natürlich, wie gesagt, viele Fantasy-Romane brauchen einfach auch viel Platz um ihre epischen Geschichten zu erzählen, was man sonst eben höchstens noch in historischen Romanen kann. Alle anderen Genres kennen solche Sagas ja kaum, weil die Gegenwart sie einfach nicht wirklich hergibt...
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Alt 01.08.2010, 18:54   #37
Harlekin
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Zitat:
Zitat von lycidas Beitrag anzeigen
Aber der Hauptgrund für die "Reihen-Inflation" ist glaube ich, dass das eben einfach ein Trend ist: Viele Leser erwarten von Fantasy, dass sie lang ist, am besten in Trilogie-Form, und dann ziehen die Autoren eben mit. Selbst in sich eigentlich abgeschlossene Romane werden ja teilweise (ohne ersichtlichen Grund) zu Reihen umfunktioniert und kriegen eine Fortsetzung nach der nächsten hinterhergeschoben.
Oder sie entscheiden sich in der Mitte der Reihe plötzlich dafür, dass vier Bände ertragreicher sind als drei und machen aus der ehemaligen Trilogie einen vierteiligen, völlig unnötig in die Länge gezogenen und mit überflüssigen Nebenhandlungen vollgestopften Zyklus. Und versuchen sich dann rauszureden, indem sie behaupten, der neu geschaffene Raum sei lediglich der unglaublich komplexen Story und (nicht vorhandenen) Charakterentwicklung geschuldet
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Alt 01.08.2010, 19:01   #38
lycidas
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Zitat:
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Oder sie entscheiden sich in der Mitte der Reihe plötzlich dafür, dass vier Bände ertragreicher sind als drei und machen aus der ehemaligen Trilogie einen vierteiligen, völlig unnötig in die Länge gezogenen und mit überflüssigen Nebenhandlungen vollgestopften Zyklus. Und versuchen sich dann rauszureden, indem sie behaupten, der neu geschaffene Raum sei lediglich der unglaublich komplexen Story und (nicht vorhandenen) Charakterentwicklung geschuldet
In der Tat
Und dann hoffe man darauf, dass die begeisterte Leserschar vor lauter Freude über noch ein weiteres Buch mit ihrem geliebten Helden in Jubelstürme ausbricht und der Geldsegen auf das Autorenhaupt herniederprassele...

Dass ein Großteil des Publikums dann ob so viel Heuchlerischkeit dann in der Tat noch hocherfreut ist und höchsten leise Kritik am strahlenden Schreiberlings-Idol wagt, sagt eigentlich schon alles

Getreu dem Motto: Was noch kein Zyklus ist, wird solange ausgestopft, bis es annähernd rund erscheint. Und dass eine solche Zyklisierung des Buchquadtrats ähnlich gut funktionieren muss wie die Quadratur des Kreises, kann einem jeder Mathematiker sogleich bestätigen (um mir das nicht ganz gelungene Wortspiel zu erlauben )...
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Alt 01.08.2010, 20:45   #39
spike50
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Zitat:
Zitat von Harlekin Beitrag anzeigen
Oder sie entscheiden sich in der Mitte der Reihe plötzlich dafür, dass vier Bände ertragreicher sind als drei und machen aus der ehemaligen Trilogie einen vierteiligen, völlig unnötig in die Länge gezogenen und mit überflüssigen Nebenhandlungen vollgestopften Zyklus. Und versuchen sich dann rauszureden, indem sie behaupten, der neu geschaffene Raum sei lediglich der unglaublich komplexen Story und (nicht vorhandenen) Charakterentwicklung geschuldet
Na da hätte man lieber die Vorgeschichte geschrieben, dann hätte mal 3 weitere Bücher schreiben können und die Gelddruckmaschine geht weiter.
Star Wars hat ja genug Bücher um weiter kopieren zu gehen. Ahm sich Anregungen zu holen

Hey man schreibt ein gutes Buch und macht noch dann Vor- Nachgeschichten. Irgentwann hat man 6 Bücher zusammen, die sich 600.000 verkauft haben.

Na bei Serien leidet ab einen bestimmten Punkt die Qualität. Ich fandet bei Markus Heitz die Albae richtig schlecht. Am besten war noch das Ende am ganzen Buch und dann sollen noch 3 weitere Bücher folgen. Na schlechter geht immer.
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Alt 02.08.2010, 06:36   #40
Imalayan
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Ich muss sagen, als ich noch Student war, habe ich mich nicht daran gestört, dass Fantasy meist in Form mehrerer Bände daherkommt und diese eventuell sogar jeweils mittendrin aufhören.
Auch wenn da der Geldbeutel nicht so groß war, irgendwas wollte man ja immer lesen und da konnte es gerne ein Mammut-Epos sein. Vor allem war die Zeit dafür auch da.
Jetzt in der hektischen Arbeitswelt sieht das schon anders aus.
Wenn ich zum Beispiel lese, dass B. Rümmeleins "Kryson" Debüt-Werk von vorne herein als Hexalogie vorgesehen ist, bekomme ich das kalte Grausen.
Ich habe jetzt keine Lust mehr dazu, mir sechs Bücher lang "vorschreiben" zu lassen, was ich als nächstes lese...denn im Endeffekt "muss" man nun ja die nächsten fünf Bücher auch entsprechend nach einander lesen, um nicht vollens den Faden zu verlieren...
Das würde nun bedeuten, dass ich wahrscheinlich die kommenden anderthalb Jahre damit beschäftigt wäre, mich durch diese Saga zu "kämpfen"....und als das würde ich es dann schon fast bezeichnen...

Auch vor Trilogien schrecke ich mittlerweile fast schon zurück. Ich suche mir lieber ein abgeschlossenes Einzelwerk raus und kann dann ein paar Wochen später wieder mit etwas Neuem anfangen.

Alternativ ok finde ich es noch, wenn es wie bei "Die Zwerge" ist....da sind die einzelnen Bücher eigentlich auch einzeln lesbar und bilden eine abgeschlossene Geschichte....Wenn es dann wieder irgendwann mal ein "Die Rückkehr der Zwerge" oder dann ein "Und die Zwerge schauen noch ein letztes Mal vorbei" geben sollte, kann man sich immernoch überlegen, ob man das jetzt liest, oder erst etwas Anderes.

Aber als Hobbyschreiber kann ich natürlich nachempfinden, dass man bei Fantasy leicht epische Ausmaße erreichen kann. Und na klar ist es z.B. für einen Herrn Rümmelein ganz dufte, wenn er von Anfang an ne Hexalogie auf den Markt bringen kann....die Werke werden dann über sechs Bücher lang beworben...und auf die Dauer dringt man dann auch zu den hartnäckigen "Nein-Sagern" (wie mir zum Beispiel) durch...
Ich denke also, es geht nicht nur um den zusätzlichen VErdienst eines nächsten Bandes, sondern über die lange Zeitdauer, die das Gesamtwerk aktuell bleibt...werden insgesamt (auch von Band 1) mehr Bücher verkauft werden.....oder zumindest ist die Wahrscheinlichkeit höher.
Den Autoren seis gegönnt und wenn man schonmal groß rauskommt, darf man meiner Meinung nach auch ein wenig Profit draus schlagen....
Wenn man bedenkt wie viele Absagen usw. man vielleicht erdulden muss...da darf ein Autor ruhig etwas aus einer Idee profitieren.
__________________
Imalayan
Wacht-in-den-Wipfeln-mit-Bernsteinaugen
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Alt 03.08.2010, 12:48   #41
muselmu
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Ich bin eigentlich auch kein Freund von diesen ganzen Reihen, Zyklen,....

Allein schon vom Preis her!
Und wenn ich mir mal in der Bücherei den Anfang einer Reihe ausgeliehen habe, habe ich den Rest in der Regel nur gelesen, wenn mich das ganze wirklich gefesselt hat und ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Wie Imalayan schon gesagt hat, stört es mich meistens auch, wenn ich mit einem Buch anfange und schon weiß, dass noch die nächsten sechs Bände auf mich warten. Wenn das Buch wirklich toll ist, dann ist es ja schön, so lang wie möglich in dieser Welt zu versinken, aber mir persönlich reichen dann erst mal drei Bücher oder so, vor allem, da die späteren Bände -was ich bisher erlebt habe - immer schlechter und uninteressanter werden und man sich eigentlich nur noch lustlos durch die letzten Bände kämpft, weil man eben schon so weit gekommen ist und jetzt, auf den letzten Metern nicht schlapp machen möchte - das ist zumindest meine Erfahrung.

Trilogien sind für mich noch in Ordnung, aber alles was längere Ausmaße annimmt, na ja, da bin ich immer etwas skeptisch...

Wovon ich mittlerweile meistens auch die Finger lasse, sind Reihen, von denen noch nicht alle Bände erschienen sind. Denn na ja, wenn ich mal eine Reihe lese, deren Bände nicht jeweils in sich abgeschlossen sind, und die mich wirklich fesselt, dann will ich nach dem ersten Band auch unbedingt wissen, wies weitergeht und wenn ich dann noch ein Jahr warten muss....


Allerdings kann ich es natürlich nachvollziehen, dass ein Autor, wenn er sich gerade seine Welt mühsam erdacht hat, diese jetzt auch ein bisschen "ausschlachten" will. Es gibt schließlich so viele interessante Landstriche und fremde Völker, die es wert sind, in der Geschichte vorzukommen, und das ist nun mal einfacher, wenn man mehrere Bücher zur Verfügung hat, anstatt alles in einen kleinen Wälzer zu stopfen, oder die Hälfte seiner Erfindungen unter den Teppich zu kehren. Was der Leser von der ganzen Informationsflut hält, ist dann eben Geschmackssache...

Was ich besser finde als diese Endlos-Reihen, sind Bücher im Stile von Terry Pratchett oder Walter Moers, die ihre Welt insofern ausschlachten, dass sie einfach Einzelbände schreiben, die alle in dieser Welt spielen, aber unabhängig voneinander zu lesen sind und größtenteils auch andere Charaktere beinhalten.

Gruß, muselmu
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"Ich möchte, dass Sie mir beibringen, verrückt zu sein. Die Idee ist so naheliegend, dass ich mich frage, warum ich nicht früher darauf gekommen bin."

Susanna Clarke - Jonathan Strange & Mr. Norrell
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Alt 04.08.2010, 06:28   #42
Imalayan
Master of Disaster
 
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Ich für meinen Teil würde, wenn ich mir sehr viel Zeit für die Erschaffung einer Welt nehme, auch eher versuchen mehrere unabhängige Geschichten zu schreiben, die alle in dieser Welt spielen.
Das kann auch für den Leser reizvoll sein, weil vielleicht hier und da ein Wiedererkennungseffekt entsteht oder aber bestimmte Charaktere an anderer Stelle (und vielleicht in einer anderen Zeit, z.B. viele Jahre früher oder später) noch einmal einen Kurzauftritt hat und so ein gewisser Zusammenhang entsteht.
So kann man auch mehr und mehr von seiner Welt offenbaren, ohne alles in eine Trilogie oder HExalogie stopfe´n zu müssen.
Und man lässt dem Leser immernoch die faire Wahl, ob er denn eine neue Geschichte mit anderen Hauptcharakteren (aber spielend in derselben Welt) lesen will oder nicht.
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Alt 04.08.2010, 07:51   #43
Idalia
Behold the Sun
 
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Für mich muss es einfach eine Trilogie sein. Zu wissen, dass die Geschichte nach einem Buch schon zuende ist, finde ich immer so traurig. Und wenn die Geschichte/Welt richtig gut ist, bin ich immer froh, wenn es noch eine Fortsetzungstrilogie gibt, wie zum Beispiel bei Robin Hobb. Obwohl ich hier sagen muss: Das soll's schon gewesen sein, Frau Hobb? Nur lumpige 11 Bücher? Ich will meeeeehr!!!
Oder man stelle sich vor A Song of Ice and Fire nur 3 Bücher oder gar nur eins?! Geht gar nicht. Die Bücher sind so dicht geschrieben und GRRM geizt hier beim einzelnen Buch auch schon nicht mit Seiten. Wie soll man das alles in ein Buch verpacken?

Gut, es gibt dann auch Beispiele wie bei Terry Goodkind, wo man sagen muss, vielleicht wäre es besser gewesen nach dem 3. oder 4. Buch Schluss zu machen. Nicht dass ich es nicht gerne gelesen habe, im Gegenteil. Nur, die Geschichte ist eigentlich fertig, und es fängt sich alles an zu wiederholen. Trotzdem, irgendwie finde ich es schön zu wissen, dass wenn ich wieder lust auf diese Welt habe, es noch weitere Bänder gibt (und die stehen sogar in meinem Regal ).

Was den Preis angeht, in den englischen Originalen kostet die gesamte Trilogie meist nicht viel mehr, als ein einzelnes Buch in der deutschen Ausgabe. Ich blick dabei immer noch nicht durch, aber es muss wohl so sein.

Und wer sagt, dass man Trilogien/Zyklen am Stück lesen muss? Sofern ich nicht total von der Geschichte gefesselt bin, lese ich ohne Probleme mal ein anderes Buch dazwischen und freue mich dann darauf zurückzukehren in jene Welt.

Der einzige Nachteil ist die manchmal abartig lange Wartezeit auf den Folgeband.... nicht wahr, Herr Rothfuss?
__________________
~ Laugh, Love, Live ~
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Alt 05.08.2010, 10:43   #44
Imalayan
Master of Disaster
 
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AW: Warum sind Fantasy-Romane meistens Zyklen von mehreren Büchern??

Ich finde schon, dass man dabei bleiben muss, wenn es ein Mehrteiler ist und nicht zwischendurch noch andere Bücher lesen kann.
Vor allem bei den Mehrteilern, bei denen die einzelnen Teile mitten in der Handlung abbrechen.
Ich habe dies einmal anders gemacht (Bei Stan Nichols Das magische Zeichen usw....diese Trilogie rund um diesen Caldason).
Da war der dritte Teil noch nicht draußen und ich habe mich erst mal mit "Die Elfen" und Robin Hobbs Weitseher-Zyklus beschäftigt (übrigens ein Zyklus den ich absolut bombastisch finde...mit eines der besten Fantasy-Werke überhaupt!).
Danach war jedenfalls nicht mehr an ein Fortführen der unterbrochenen Serie zu denken...und die vorherigen Bücher nochmal lesen, wollte ich auch nicht.
Stattdessen habe ich mich dann lieber mit anderen Werken beschäftigt.

Das Problem ist halt wirklich der Zeitmangel, denn ich kann nicht mehr laufend etwas lesen.
Als dies noch anders war, haben mir die Zyklen auch besser gefallen.

Mittlerweile suche ich lieber abgeschlossene Werke...von mir aus (wie erwähnt) auch gerne mit Fortsetzungswerken, die in derselben Welt spielen und ein Wiedersehen mit alten, bekannten Charakteren ermöglichen
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Imalayan
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