Die Antwort auf diese Frage wandelt sich bei mir von Minute zu Minute.
Tatsächlich habe ich mich immer wieder gefragt, wenn ich in der Welt von DSA oder D&D oder einem der vielen Fantasywelt aus der Literatur leben würde, was würde ich dann gerne sein?
Elfen
Sind so schön mystisch und leben zurückgezogen in ihren Wäldern, als könnten ihnen nichts da draußen etwas anhaben. Dazu kommt ihr manchmal ewig währendes Leben, was sicherlich eine Versuchung wäre.
Dann aber frage ich mich manchmal...was machen die eigentlich dann den ganzen Tag in ihrem friedlichen Hain aus Birkenzweigen und Holunderblüten?
Ist das nicht auf Dauer furchtbar langweilig? Immerhin muss man das eine Ewigkeit lang da aushalten?
Zwerge
Sind schön einfach gestrickt und hauen lieber mit der Axt drauf, als lange drum herum zu reden. Ja, ihre Art (siehe Gimli) ist immer schon sympathisch und geradlinig...wer kann sich schon einen lügenden, betrügenden Zwerg vorstellen. Auf der anderen Seite macht sie das auch so berechenbar

. Kaum einer dieser Art versteht es noch, seine Bekannten zu überraschen.
Außerdem hausen sie immer unter der Erde und klopfen sich Tag ein Tag aus durch Stein.
Magier
In einer Welt voller Magie sollte man sich vielleicht für einen Magier entscheiden, oder? Immerhin kann man sowas im realen Leben nicht und das wär doch mal was. Wenn einem jemand dumm kommt, röstet man ihn mit dem Feuerball oder man teleportiert sich mit seiner Holden an einen einsamen Strand. Dagegen spricht das jahrzehntelange Studium in angestaubten Bibliotheken und dieses dauernde "Kill the Mage!" (siehe D&D) Gehabe feindlicher Gruppen würde mich stören
Drachen
Unglaublich mächtig und erhaben über die Dinge der Welt. Wer möchte das nicht sein? Nur hinter vorhaltener Hand wird überhaupt der Name eines solchen Wesens erwähnt und außerdem sind die Biester meist noch schweinereich! Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich jahrhundertelang in meiner Höhle schlummere, nur damit mich immer wieder einer dieser strahlenden Helden aufzuspießen und zu berauben versucht...nein, das wär mir irgendwie lästig
Götter und ihre Diener
Noch mächtiger geht es nicht, allerdings hat auch kaum einer so mächtige Feinde wie sie. Außerdem müssen sie sich den ganzen Tag über das Gewimmer abertausender Anhänger anhören, die sie mit ihren alltäglichen Wehwehchen behelligen. Man sitzt hier zu sehr auf dem Präsentierteller und meist sind die Fantasywelten doch eher gefährlich und unvorhersehbar. Wer weiß, ob man da nicht plötzlich als ewig Verdammter herhalten muss.
Und die Diener der Götter sind eigentlich nur deren Fußvolk, das für ihre Belange kämpft, ohne wirklich eine eigene Agenda zu haben.
Also bleibt am Ende nur etwas übrig, was am Ende irgendwo ein halbwegs frohes Leben führen kann und wenn das Ende naht, auf ein Leben voller toller Abenteuer und rauschender Feste schauen kann.
Deswegen wäre ich ein Spielmann...ein wandernder Barde und Geschichtenerzähler und wenn es geht, dann noch einer, der wie bei D&D noch ein paar Zauber auf Lager hat (z.B. um ein paar eigene Wehwehchen zu kurieren oder aber doch das schönste Mädchen der Welt erfolgreich zu becircen)....doch genau der wär ich gern...